Jan Jensen wird Deutscher Vize-Meister im Graveln

Bei „Rad am Ring“ wurde am 25. Juli 2026 die 4. Deutsche Meisterschaft Gravel ausgetragen. Die Klassen Elite (m) und Masters (m) 2 bis 4 und die Elite (w) und Masters-Frauen gingen an den Start. Die Strecke führte auf oder entlang der legendären Nürburgring Nordschleife – also direkt oder nahezu durch die „Grüne Hölle“. Eine Runde betrug 25 Kilometer mit ca. 550 Höhenmetern.

Für den RST Lübeck ging Jan Jensen (Masters 3) an den Start und erreichte nach 4:42:52 Std. und gefahrenen 125 Kilometern als Zweiter dass Ziel. Somit sicherte er sich den Titel des Deutschen Vize-Meisters im Graveln. Mit 4:01 Min. Vorspruch wurde Holger Koopmann (RV Komet Delia 09 Köln) Deutscher Meister der Masters 3-Klasse. Für Jan Jensen ist es bereits der zweite große Erfolg in diesem Sommer, denn Ende Juni 2026 belegte er bei der Deutschen Meisterschaft Straße der Mastersfahrer in Görlitz den dritten Platz mit nur 2 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Am 30. August 2026 geht es für Jan Jensen dann bei der Gravel-Europameisterschaft weiter. Die Strecke liegt tief im Herzen der belgischen Ardennen.

Herzlichen Glückwunsch zum Erfolg!

Hier einige Eindrücke von Jan Jensen: Das erste Mal auf der Abfahrt war der Staub so stark, dass man nur 3-4 m weit gucken konnte. Im Vertrauen auf die anderen so eine Abfahrt runter zu fahren, war schon speziell.
Ab dem ersten Mal die hohe Acht (4 km Anstieg), waren alle Favoriten zusammen. Auch noch bei der zweiten Überfahrt. Ende der zweiten Runde habe ich die anderen dann attackiert und bin einen Vorsprung rausgefahren. In der dritten Runde hatte ich noch einen Sturz durch einen Fahrfehler bin dabei gegen einen Metallpfahl geprallt (relativ langsam) hab mir dabei aber einen Flaschenhalter abgerissen und das linke Knie angeschlagen. Da die Flasche weg war, musste ich die leere Flasche kurz bei einer Verpflegung auffüllen lassen. Zum Glück hatte ich genügend KH in Form von Gel und Zuckergelee dabei, um das zu kompensieren. Dann weiter. Dritte Runde den Vorsprung ausgebaut und vierte Runde wurde es schon zäh. Anfang der fünften Runde kam dann Holger Koopmann mit zwei Elite fahren zurück und hat dann wir gesagt, vor der krassen Abfahrt attackiert (wie ich jetzt erfahren habe, ganz bewusst hat er da Risiko genommen um mich anzuhängen). Dann musste ich mich natürlich erst einmal wieder zusammen reißen, um nicht nachzulassen, aber ich wollte dann auch den zweiten Platz absichern. Die letzte Runde war dann aber auch wirklich am Limit bzw. ein bisschen drüber. Ich bin nicht wirklich geplatzt, aber die Beine waren auch nicht mehr super.
Nach den letzten Wochen ohne langes Training, wusste ich aber auch das die letzte Runde/Stunde ein bisschen schwierig werden könnte… Da kann man für die EM wieder dran arbeiten. Dafür startet das Training bereits!

Hier die Ergebnisse: Ergebnisse Rad am Ring 2026