Am 13. September 2026 startete zum 11. Mal das Radrennen in Schwerin. Der Wetterbericht sagte schon bereits vorher eine nasse Straße und gelegentliche Schauer voraus. Der RST Lübeck war sowohl mit seinem Racing Team, als auch mit weiteren Vereinsmitgliedern vertreten. Um 10:00 Uhr startete zunächst die 60 km AOK-Fitnessrunde ohne RST-Beteiligung, bevor dann 10:15 Uhr der neutrale Start des 91 km Sparkassen-Rennens erfolgte. Auf dieser Runde waren 8 Starter des RST vertreten (Eric, Maximillian, Mitja, Jonas, Elias, Benjamin, Jasper (Autor), Tim). Nach der neutralen Phase hinter dem Wagen der Rennleitung ging es, gerade die Stadt verlassen, direkt los mit einem scharfen Tempo. Das Feld jagte in der ersten Gruppe mit ca. 45 km/h die Landstraßen entlang und das aufgewirbelte Wasser schränkte die Sicht ein. Immer wieder quietschten die Scheibenbremsen und nach nur 2 km kam es zu einem ersten Crash.
Kurz geschüttelt und das Feld folgte weiter der flachen Strecke. Ab jetzt gab es auch immer wieder einzelne Ausreißversuche, die aber konsequent durch das große Feld neutralisiert wurden. Erste Schauer setzten ein, die die Sicht noch mehr einschränkten. Jetzt waren die quietschenden Bremsen sogar eine Hilfe, als akustische Vorwarnsignale. Das Tempo blieb hart, wer nach der Kurve nicht aus dem Sattel ging, war schnell hinten raus.
Erst nach ca. 15 km beruhigte sich die Rennsituation, aber nicht für lange. Die Strecke wechselte von breiten Landstraßen auf schmalere, asphaltierte Landwirtschaftswege. Links und rechts musste man nun aufpassen nicht in die nasse Wiese gedrückt zu werden, und wieder gingen mehrere Teilnehmende fliegen, doch trotzdem blieb die Spitzengruppe zusammen.
Bei Kilometer 50 kam es dann durch Fahrbahnverengungen und die regennasse Straße zu einem größeren Crash bei dem 20-30 Fahrer:innen zu Boden gingen. Dieser Crash teilte dann auch erstmalig das Feld. Unsere Gruppe, die nur knapp dem Crash entgangen war, hatte nun eine Lücke von etwa 30 Sekunden zur Spitze. Dort wurde weiter Tempo gemacht und in den hügeligen Passagen war die Lücke zunächst nicht zu schließen. Eric, Jonas, Maximilian und Jonas waren weiterhin in der ersten Gruppe, Elias dazwischen, Benjamin, Tim und ich kämpften um den Anschluss. Die Lücke wurde kleiner, doch das Kopfsteinpflaster bei Kilometer 68, was aus einer Abfahrt mit über 50km/h erreicht wurde, brach dann die letzte Hoffnung wieder Anschluss zu finden, ohne ein zu hohes Risiko gehen zu müssen.
Ab jetzt war die kleine Verfolgergruppe mit wechselnder Führung und nach wie vor hartem Tempo unterwegs. Ausreißversuche bei 45 km/h blieben erfolglos.
Und schon ging es zurück rein nach Schwerin. Die Strecke war auf jeden Fall was für Sprinter und Sprinterinnen und auch was für den RST und sein Racing Team. Eric beendete das Rennen auf einem fantastischen 3. Platz, dicht gefolgt von Maximilian (5.). In dieser ersten Gruppe kamen auch Mitja (21.) und Jonas (23.) ins Ziel. Der Durschnitt: 44,5 km/h, ein brutales Tempo für die Bedingungen. Elias kam mit 3:03 Rückstand ins Ziel, gefolgt von Benjamin, Tim und mir mit weiteren 0:55 Rückstand.
Die Erleichterung die Ziellinie nach der Hektik sturzfrei überquert zu haben überwog auf jeden Fall der Freude über ein so ereignisreiches Rennen. Das RST Racing Team (2. Platz Teamwertung) hat auf jeden Fall gezeigt, dass es hier zur Spitze gehört und auch bei nordischen Bedingungen abliefern kann.
Jasper S.
