Drei vom RST beim Trinale

Am 18. Juli 2026 sind Andreas F., Grigori und ich nach Boitin gefahren, um beim Trinale teilzunehmen. Boitin befindet sich südlich von Rostock und mit dem Auto waren wir etwa anderthalb Stunden unterwegs von Lübeck aus. Ganz schön viel Fahrerei, doch es hat sich gelohnt. Uns erwartete eine toll gemachte Veranstaltung, bei der man zwei oder drei Mini-Triathlons absolviert (250 m Schwimmen, 7,6 km Radfahren, 1,7 km Laufen). Aber nicht einfach so, sondern verpackt in ein sehr spielerisches Format: im sogenannten Eliminator-Format starten nacheinander verschiedene Gruppen im Viertelfinale, Halbfinale und letztendlich Finale.
Vor dem Start haben Grigori und ich Andreas in der Wechselzone getroffen. Er ist Gründungsmitglied des ausrichtenden Vereins Tri Fun Güstrow e.V. und hat uns den Tipp gegeben, auch teilzunehmen. Er trug einen roten Retro-Einteiler mit dem Vereinsnamen, der so wahrscheinlich nicht mehr hergestellt wird.
Die Gruppen starten jeweils zeitversetzt im Viertelfinale. Die besten 12 aus jeder Gruppe qualifizieren sich fürs Halbfinale. Die besten 12 aus den beiden Halbfinal-Gruppen kommen ins Finale. Einige scheiden aber schon nach dem Viertelfinale aus – für sie gibt es das Blumentopf-Finale, bei dem die besten 10 eine echte Topfpflanze als Preis gewinnen. Somit treten alle mindestens zweimal an, nur die Finalisten treten dreimal an. Diese können einen von 10 Liegestühlen gewinnen, je nach Platzierung. Kurz vor dem letzten Start fragte ich einen Finalisten, ob er sich freut, dass er jetzt noch mal im Finale starten kann. Er verneinte und sagte er habe eigentlich schon genug. Genauso ging es Grigori, der sich fürs Finale qualifiziert hat, obwohl ihm im Halbfinale beim Radfahren die Kette abgesprungen ist. Im Finale kam Grigori auf Platz 17. Andreas und ich kamen ins Halbfinale, beide auf Platz 14, aber in unterschiedlichen Startgruppen.
Bei dem Zeitversatz gibt es noch eine Besonderheit: die Teilnehmer erhalten ein Handicap nach Geschlecht und Alter basierend auf Referenzergebnissen einer der letzten Agegroup-WMs im Triathlon, damit jeder eine Chance auf eine gute Platzierung hat.
In meinem Fall (W45) war es so, dass ich 39 Sekunden vor einem älteren Mann (M60) starten durfte. Beim Schwimmen hat er mich trotzdem eingeholt. Es folgte eine hügelige Radstrecke, bei der ich die Steigungen erstaunlich kraftvoll hochkam und den Mann einholte. Auf gerader Strecke hat er mich wieder überholt. Nach dem Radfahren sah ich ihn in Wechselzone, wie er sich abmühte, seine Radschuhe auszuziehen. Ich bin mit meinen Laufschuhen schon Rad gefahren, und konnte fast sofort loslaufen. Und ich war etwas mehr als zwei Minuten vor ihm im Ziel.

Insgesamt eine tolle Veranstaltung mit sehr guter Organisation. Die Zwischenstände wurden immer sofort berechnet, ausgedruckt und ausgehängt. Die Stimmung war super, so auch die Moderation. Es gab vor Ort auch viele nette Helfer/innen, die wirklich auf Zack waren. Für alle Teilnehmenden gab es nicht nur ein spannendes, einzigartiges Format, sondern auch die Chance auf Preise, eine kleine Tasche, eine Medaille, einen Kalender und super Verpflegung.

Maike N.